3D-Prägungen

Tastbare und fühlbare Drucke sind besonders reizvoll: Durch die dreidimensionale Prägung gedruckter Bilder können diese noch lebensechter gestaltet werden. So werden etwa die Rinde eines Baumes oder die Noppen eines Basketballs plötzlich greif- und fühlbar.

Psychologischer Mehrwert:

Mit dem haptischen Tasten wird aber auch ein weiterer Sinn aktiviert. Und je mehr Sinne Sie ansprechen, umso höher ist die Vernetzung und Speicherung im Gehirn: So schafft etwa ein angenehm griffiges Mailing eine längere Aufmerksamkeitsspanne, höhere Rücklaufquote und eine verbesserte Erinnerung an Ihre Werbebotschaft.

Varianten:

  • Ist das Motiv erhaben, spricht man von einer Hochprägung
  • Ist das Motiv hineingehend, spricht man von einer Tiefprägung
  • Eine einstufige Prägung hat eine erhabene oder vertiefte Ebene.
  • Eine mehrstufige Prägung hat zwei oder mehr Ebenen parallel zur Papieroberfläche.
  • Skulpturierte 3D-Reliefprägungen zeigen hingegen dreidimensionale Verläufe und Körperformen, etwa ein Gesicht oder eine Statue.


Zusätzliche Lichtreflexion verstärkt die optische Wirkung einer Prägung enorm stark. Hierfür gibt es zwei Möglichkeiten:

  1. Metallisierung des Prägemotivs mit einer haudünnen Schicht spiegelnden Metalls, eine sogenannten Folienreliefprägung
  2. Hochglänzende UV-Lackierung des Prägemotivs, eine sogenannte Lackhochprägung bzw. Lacktiefprägung.

Ein eher historischer Begriff für eine taktile Prägung ist „Blindprägung“. Diesem mangelt jedoch die genauere Definition, etwa ob erhaben oder vertieft gewünscht.

Papier und Karton lässt sich bis rund 500g/m² gut prägen. Bei dicken Kartonen und Pappen ist das Material oft zu dick für eine Verformung. Hier kann jedoch zumeist eine gut tastbare Vertiefung eingepresst werden.

Wichtige Tipps:

Prägen klingt auf den ersten Blick sehr einfach. Trotzdem sind bereits in der Konzeptionsphase einige Punkte erfolgsentscheidend.

Das geprägte Bild ist auf der Rückseite seitenverkehrt sichtbar. Eine Hochprägung ist also etwa auf der Rückseite als seitenverkehrte Tiefprägung vorhanden. Oftmals wird die Prägung auf der Rückseite daher im Graphik Design als "Raumteiler" geschickt eingebaut.

Das menschliche Auge fokussiert stärker auf ablenkende Farbkontraste als auf Höhendifferenzen. Die Prägung eines kontrastreichen Motivs, also etwa eine schwarze Überschrift auf weißem Papier, fällt daher kaum auf. Abhilfe: Hohe Farbkontraste meiden oder eine Lackhochprägung verwenden.

Die erzielbare Prägehöhe hängt sehr von der Eignung des Papieres zum Prägen ab. Der Papierhersteller als auch wir beraten Sie gerne nähergehend.

Eine „nackte“ Prägung, ohne Licht reflektierende Zusatzeffekte wie Glanzlack oder Metallisierung, ist ein tolles Plus für die Aktivierung des Tastsinns. Sie wird aber nie der Blickfang sein, der bereits aus der Entfernung potentielle Kundschaften anzieht und zur Betrachtung einlädt.

Nachstehend finden Sie einige „einprägsame“ Beispiele in unserer Fotogalerie: